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Ministerin von der Leyen will den Rotstift bei Zuschüssen zu Existenzgründern ansetzen. Mehr als 5 Mrd. Euro sollen dabei eingespart werden.

Der Gründungszuschuss wird seit 2006 als Zusammenfassung von Überbrückungsgeld und Existenzgründerzuschuss gewährt und hat sich in den vergangenen Jahren als probates Mittel erwiesen, Gründern aus der Arbeitslosigkeit in der oftmals schwierigen Startphase eine Grundsicherung zu bieten.

Bislang wurde der Gründungszuschuss bei Vorlage einer positiven Stellungnahme einer fachkundigen Stelle als Pflichtleistung gewährt. Zukünftig soll die Gewährung des Zuschusses im  Ermessen der Arbeitsagentur liegen.

Die Neuregelung bezüglich des Gründungszuschusses soll bereits ab November 2011 in Kraft treten.

Nach welchen Kriterien die Förderungsleistung bewertet werden soll und ob die Mitarbeiter des Jobcenters die Erfolgsaussichten einer Gründung sinnvoll beurteilen können, bleibt abzuwarten.

Es ist zu befürchten, dass potentielle Existenzgründer durch die Neuregelung von der Selbstständigkeit Abstand nehmen und ein Teil der Gründungswilligen nicht im Arbeitsmarkt fuß fassen.  
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(c) Matthias Balzer / pixelio.de
 
 
Das Gründercoaching Deutschland (GCD) ist eine prima Sache. Jeder Unternehmer, der sich am Anfang seiner Selbstständigkeit befindet, kann die Förderung einer Beratungsleistung beantragen...

Das Prozedere für den Antrag des Gründercoachings hat sich zum 1.April 2011 grundlegend (und zum Besseren) verändert.

Vorher war es so: Ein Jungunternehmer erfährt, dass es die Möglichkeit gibt einen Gründercoach zu beschäftigen und das Coaching bis zu 90% gefördert wird.  Wenn das sein Interesse weckt (und das sollte es, schließlich prasseln tausend und eine Frage während einer Unternehmensgründung auf einen ein), befasst er sich mit der nicht einfacher Antragstellung auf der KfW-Webseite. Man kann dann schon mal die Nummer der Hotline wählen...

Denn wie die KfW selbst angibt, existiert in der KfW-Startothek ein ziemliches "Paragraphendickicht". Und jeder Gründer weiß, wie "einfach" schon der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung des Finanzamts auszufüllen ist. Das ist aber einfach wie Kuchenbacken gegen einen GCD-Antrag. Wenn man erstmal weiß, in welchem Umfang man gefördert werden könnte.
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Die Rechtsabteilung der KfW... Gaaanz hinten links (c) Sandra at pixelio.de
 Sollte man dann den Antrag erfolgreich gestellt und nicht die falschen (nicht förderfähigen!) Förderinhalte angegeben haben... Ja, dann mußte man sich nur noch aus über 25.0000 Beratern in der Beraterbörse der KfW den richtigen aussuchen und sehen, ob der für den beantragten Tagessatz den Stift hebt. Wirklich praktisch, oder?

Aber seit dem ersten April ist alles besser. Denn JETZT sucht man sich einen passenden Berater aus, führt ein erstes Beratungsgespräch und weiß was der für einen tun kann und wie hoch der Eigenanteil ist.

Schließlich ist das Erkennen von Defiziten und die Definition von passenden Coachinginhalten viel einfacher, wenn man diese Fragestellungen vorher mit "seinem" Coach besprochen hat. Der weiß auch in der Regel was man beantragen kann. Sollte er.

Wenn jetzt alles passt (sonst zieht man einfach zum nächsten), hilft der Berater seines Vertrauens einem den Antrag so auszufüllen, dass alle Fallstricke umgangen werden. Hört sich besser an, oder? 

Wer setzt schon seinem Namen unter einen Mietvertrag, um sich dann die passende Wohnung zu suchen?

Für uns Coaches bedeutet das eine wettbewerbsfördernde Entwicklung. Man muß schon vor Antragstellung sehr viel aktiver auf seinen Klienten eingehen und wird stärker in die Bedarfsfindung eingebunden.

In diesem Sinne:
Alles geht besser, wenn man sich ein wenig Know how mit ins Boot holt. Gut, dass das jetzt schon bei der Bedarfsfindung und Antragstellung geht!